IVF Zentren Prof. Zech - Pilsen

Behandlungsmethoden

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IVF / ICSI / IMSI mit eigenen Eizellen

Unter dem Verfahren "In vitro Fertilisierung" oder "Künstliche Befruchtung" versteht man grundsätzlich die Vereinigung der Eizelle mit dem Spermium außerhalb des weiblichen Körpers. Zu diesem Zweck wird die Eizellen aus dem Eierstock entnommen und anschließend in einem Schälchen (= in vitro) im Labor mit den Spermien des Mannes befruchtet Der auf diese Weise entstandene und im Inkubator herangewachsene Embryo wird nach fünf Tagen der Entwicklung in die Gebärmutter eingebracht (=Embryotransfer). Das Paar wird im Vorfeld ausführlich über alle Aspekte der Therapie aufgeklärt. Nach der Analyse der Befunde, einer umfassenden gynäkologischen Untersuchung sowie einer Überprüfung der Spermienqualität wird eine Therapie festgelegt. Manchmal kann auch eine psychologische Beratung hilfreich sein. Informationen über den Ablauf der einzelnen Untersuchungen (Ultraschall, Hormon- und Blutuntersuchungen, usw.) und eine ausführliche Beschreibung der Medikation erhält jedes Paar in Form eines individuell abgestimmten Therapieplans.

IVF / ICSI / IMSI mit gespendeten Eizellen

Bei der Therapie mit gespendeten Eizellen werden frische Eizellen von einer anonymen Spenderin mit den Spermien des Partners der Empfängerin befruchtet. Die Vorbereitung der Spenderin und die Synchronisation der Zyklen der Spenderin und der Empfängerin dauern etwa 2 Monate. Zur Vorbereitung der Gebärmutterschleimhaut auf die Einnistung des Embryos muss die Empfängerin bestimmte Medikamente einnehmen. Sie wird aber nicht einer hormonellen Stimulation der Eierstöcke unterzogen. In unserem IVF Zentrum werden nur Spenderinnen im Alter von 20 - 33 Jahren akzeptiert, die sich allen durchs Gesetz vorgeschriebenen Untersuchungen und Prüfungen unterziehen. Bei der Auswahl der Spenderin werden sämtliche Phänotyp-Kriterien berücksichtigt, die von der Patientin und ihrem Partner gewünscht werden. In unseren Spenderprogramm garantieren wir den Erhalt von mindestens zwei Embryonen im Blastozystenstadium (Voraussetzung: Normozoospermie des Partners), durchschnittlich können wir jedoch 5 Embryonen einem Paar zur Verfügung stellen. Falls wir nicht von einer Spenderin die garantierte Zahl von zwei Embryonen bekommen, bereiten wir für das betroffene Paar weitere Embryonen auf unsere eigene Kosten vor.

ICSI - Intracytoplasmische Spermieninjektion

Mit dieser Methode wird ein einzelnes Spermium in das Zytoplasma der Eizelle zur Befruchtung eingeführt. Die Auswahl geeigneter Spermien wird unter einem Mikroskop bei vielfacher Vergrößerung durchgeführt.

PICSI - Physiologische Intracytoplasmische Spermieninjektion

Es handelt sich um eine Technik, welche die "natürliche Selektion" des reifen Spermiums imitiert. Eine erfolgreiche Befruchtung der Eizelle setzt ein reifes Spermium voraus, das fähig ist, sich an das Hyaluronan zu binden, d.h. an jenen Stoff auf der Oberfläche der Eizelle. Das Prinzip des PICSI Verfahrens besteht darin, reife Spermien zu erkennen und auszuwählen, und das mittels speziell präpariertem Schälchen, auf welches ein Gel mit Hyaluronan aufgetragen ist.

Verlängerte Kultivierung

Die befruchteten Eizellen werden in einen Inkubator ("Brutschrank") gegeben, wo sie in einem speziellen Kulturmedium zu einnistungsfähigen Embryonen (Blastozyste = Tag 5 Embryo) heranwachsen und dann zur Übertragung in die Gebärmutter bereitgestellt werden. Dieser Vorgang nennt man Blastozystenkultur. Es ist natürlich möglich, den Embryotransfer auch in einer früheren Phase der Entwicklung durchzuführen. Jedoch wird der männliche Faktor erst am dritten Tag aktiviert, welcher wesentlich zur Entwicklung des Embryos beiträgt. Dies ist es einer von vielen Gründen, warum wir in unserem IVF Zentrum die verlängerte Kultivierung bei jedem Zyklus anwenden. Die verlängerte Kultivierung bietet auch bessere Voraussetzungen bei der Auswahl des morphologisch geeignetsten Embryos für eine erfolgreiche Einnistung in der Gebärmutter.

IMSI - Intracytoplasmisch Morphologisch Selektierte Spermieninjektion

Bei dem "klassischen" IVF Verfahren (Befruchtung "in vitro") funktioniert die Schutzhülle der Eizelle wie eine biologische Absperrung gegen abnormale Spermien, so dass in den meisten Fällen nur gesunde Spermien imstande sind, die Eizelle zu befruchten. Bei dem oben beschriebenen Verfahren wird dieser Mechanismus der "natürlichen Selektion" umgangen und die Auswahl der Spermien wird durch eine entsprechende Bewertung des Biologen vorgenommen. Die Qualität des subjektiven morphologischen Befundes und die der Auswahl kann zudem durch neue mikroskopische Techniken wie die IMSI erhöht werden.
Die Studien unseres Teams haben gezeigt, dass die Chancen zur Befruchtung der Eizelle mittels IMSI und damit der Auswahl eines normalen Spermiums ohne morphologischen Beeinträchtigungen wesentlich höher sind, als jene beim ICSI Verfahren. Spermien mit Beeinträchtigungen wirken sich ungünstig auf die Entwicklung des Embryos aus. Deshalb verwenden wir die IMSI Methode.

Vitrifikation

Blastozysten, die ursprünglich nicht transferiert werden, können durch die Technik der Vitrifikation (an deren Entwicklung wir maßgeblichen Anteil haben) sicher tiefgefroren und kryokonserviert werden. Damit stehen diese weiterhin dem Paar zur Verfügung – für eine weitere notwendige Therapie oder für ein zweites Wunschkind. Wir sind stolz und freuen uns sehr, dass wir seit vielen Jahren mit Dr. Pierre Vanderzwalmen zusammenarbeiten, einer Koryphäe auf dem Gebiet der Konservierung von Embryonen, Eizellen und Samenzellen sowie von Hoden- und Ovarialgewebe.
Neben der Kryokonservierung von Embryonen bieten wir unseren Patienten auch die Kryokonservierung von Spermien und Eizellen an.

Genetische Untersuchungen

Genetische Analysen dienen im Rahmen einer Kinderwunschbehandlung dazu, einer unbefruchteten Eizelle oder einer befruchteten Eizelle bzw. Embryo in bestimmten Entwicklungsstadien, vor dem Transfer in die Gebärmutter, Zellmaterial zu entnehmen und auf mögliche genetische Störungen hin zu untersuchen. Sämtliche Informationen über den Ablauf der Untersuchung und mögliche Risiken, sowie über die medizinische Indikation oder gesetzlichen Regelungen, erhalten Sie bei unserer ärztlichen Beratung.
Genetische Untersuchungen bei der Therapie von Unfruchtbarkeit empfehlen wir besonders in folgenden Situationen:

  • Individuelle und/oder genetische Vorbelastung der Familie
  • Wiederholungen von Fehlgeburten
  • Mehrere fehlgeschlagene Therapiezyklen im Rahmen der IVF Therapie

→ Weiter Informationen zu den genetischen Untersuchungen in der Rubrik "Genetik"

Assistiertes Hatching

Es handelt sich um ein Mikromanipulationsverfahren, bei dem mittels Lasers die äußere Eizellhülle Zona pellucida (Glykoproteinhülle der Eizelle) geöffnet wird. Damit wird das Schlüpfen des Embryos erleichtert. Das assistierte Hatching führen wir in unseren IVF Zentrum bei allen Therapien durch. Das bedeutet, bei sämtlichen Embryonen, die der Patientin zur Verfügung stehen, und zwar am vierten Tag der Entwicklung, wo die Embryonen deren kompakte Phase erreicht haben.